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Kiribati

Kaum jemand kennt den Inselstaat im Pazifik. Dabei ist er mit einer Fläche von fünf Millionen Quadratkilometern riesig. Von den insgesamt 33 Inseln sind 20 bewohnt. Auf ihr leben rund 100.000 Menschen.

Bis zur Unabhängigkeit im Jahr 1979 ist die Inselgruppe Britische Kronkolonie. Den einzigen natürlichen Bodenschatz von Kiribati, reiche Phosphatvorkommen, bauen die Briten vollständig ab. Heute verfügt Kiribati über wenig natürliche Ressourcen: Fischfang, der Anbau von Kokosnüssen und die Kopraproduktion (das ist getrocknetes Kokosfleisch, aus dem Öl gewonnen wird) sind die wichtigsten Einnahmequellen.

Wie lange man Kiribati noch auf der Landkarte finden wird, ist ungewiss. Denn der Großteil des Landes befindet sich weniger als zwei Meter über dem Meeresspiegel. Laut einem Bericht der Vereinten Nationen wird Kiribati eines der ersten Länder sein, das im 21. Jahrhundert durch die Folgen des Klimawandels überflutet wird. Bereits heute sind zwei unbewohnte Korallenriffe versunken.

Kiribati ist eine der jüngsten Niederlassungen unserer Ordensgemeinschaft. Anfang der 1990er Jahre brechen von dort zwei junge Frauen nach Papua-Neuguinea auf, um der Ordensgemeinschaft beizutreten und eine berufliche Ausbildung zur Lehrerin bzw. zur Krankenpflegehelferin zu absolvieren. Von Anfang an haben sie einen Traum: nach erfolgter Ausbildung in ihre Heimat zurückzukehren und ihrem eigenen Volk zu dienen. Im Jahre 2005 wird aus dem Wunsch Wirklichkeit: Die Provinz Papua-Neuguinea gründet mit vier Schwestern eine neue Kommunität in Kiribati. Neben den beiden einheimischen Schwestern leben und arbeiten auf dem Inselstaat auch zwei Schwestern aus Papua-Neuguinea.

St. Francis High School
Tapabiwakia, Kiritimati Island
Republic of Kiribati