Namibia
100 Pfund in Gold und zweihundert Gewehre muss der Bremer Kaufmann Adolf Lüderitz auf den Tisch legen, um im Jahr 1883 afrikanischen Boden zu erwerben. Das Deutsche Reich entsendet die „Kaiserlich-Deutsche Schutztruppe“, um diesen Besitz zu sichern. 31 Jahre lang ist Deutsch-Südwestafrika Kolonie. Danach bestimmen die Südafrikaner die Verhältnisse in Namibia und entzweien das Land durch ihre Apartheid-Politik. Getrennte Schulsysteme, getrennte Wohngebiete und ein den Weißen vorbehaltenes Wahlrecht: So prägt der Rassismus den Alltag in Namibia.
Die ersten Missionsschwestern kommen 1927 nach Namibia. Sie siedeln sich an den Rändern der weißen Wohngebiete an, um Kontakt zur schwarzen Bevölkerung herstellen zu können und ein Zeichen gegen den Rassismus zu setzen.
Mit der Unabhängigkeit des Landes im Jahr 1990 findet auch die Apartheid-Politik ein Ende. Heute heißt eine der großen Herausforderungen für die Schwestern AIDS. Von der Immunschwäche sind bereits 20 Prozent der Bevölkerung betroffen. Wie verhängnisvoll sich diese Erkrankung auswirkt, zeigt ein Blick auf die durchschnittliche Lebensdauer der namibischen Bevölkerung. Sie sank von 58 Jahren im Jahr 1980 auf 38 Jahre im Jahr 2005. Aufnahme finden AIDS-Kranke im `Sacred-Heart-Hospiz´ in Mariental, dem bislang einzigen Hospiz in Namibia.
P.O. Box 5544
Windhoek








