Eine Welt Camp
Eine-Welt-Camp "Is' nur Wasser"
Vom 20. bis 24. Mai fand auf dem Jakobsberg bei Bingen am Rhein das Eine-Welt-Camp 2009 statt. Dieses Camp wird inzwischen seit 20 Jahren von den missionarischen Ordensgemeinschaften, dem Forum MaZ in Deutschland und dem Jugendreferat von missio gemeinsam organisiert. Für die Missionsschwestern vom heiligsten Herzen Jesu von Hiltrup nahmen in diesem Jahr Sr. Barbara Muthen und Anna Murböck vom MSC-Welthaus Hiltrup teil, die sich im Bistro und Verkauf von fair gehandelten Produkten und in der Gestaltung von Workshopangeboten engagierten.
Insgesamt fanden sich bei 4 Tagen strahlendem Sonnenschein 150 weltkirchlich begeisterte und entwicklungspolitisch interessierte junge Menschen bei den Missionsbenediktinern auf dem Jakobsberg ein. Das diesjährige Camp stand unter dem Motto „Is’ nur Wasser“ und so trugen die Zelte auf dem Jakobsberg Namen verschiedener Flüsse der Welt, was bei den TeilnehmerInnen zu einigem geographischen Gerätsel führte.
Jeden Morgen und Abend versammelte man sich in Basisgruppen um die Inhalte der Tage gemeinsam zu reflektieren, zu singen und zu beten, oder Raum für persönliche Begegnung zu finden.
Die unterschiedlichen Aspekte der Bedeutung von Wasser wurden in entwicklungspolitischen Kontexten aus aller Welt und aus Deutschland beleuchtet. In intensiven Arbeitsgruppen und Vorträgen erhielten die Camp-TeilnehmerInnen Informationen zu verschiedenen Kampagnen rund um das Thema Wasser, praktische Informationen zu Wasserkonsum und -verbrauch, sowie Einblicke in Kämpfe um Wasser in verschiedenen Regionen der Erde. Dabei wurde deutlich wie wichtig Wasser als Menschenrecht ist und welche verheerenden Folgen auch hier bei uns die Privatisierung und Verwirtschaftlichung dieses lebenswichtigen Guts bereits hat. Dieses Anliegen wurde besonders von den vielseitigen Referenten aus Geistes- und Politikwissenschaften, sowie Aktionsbündnissen deutlich, wie auch in methodischen Einheiten, in denen die TeilnehmerInnen des Camps in einem Wasser-Planspiel die Möglichkeit hatten, den Druck der Konzerne in Richtung Wasserprivatisierung hautnah nach zu erleben.
Aber auch praktische Zugänge zum Thema Wasser kamen nicht zu kurz. Bei den vielfältigen Angeboten von einem Wasserparcours, über Improvisationstheater, Gruppentänze und Filzworkshops und vielem mehr konnten die Camp-TeilnehmerInnen sich auch auf kreative und spielerische Weise dem Thema nähern.
Eine spirituelle Auseinandersetzung mit Wasser in biblischen und religiösen Kontexten geschah in den Biblidrama-Workshops und befreiungstheologischen Ausführungen zu Fragen wie „Was hat Wasser in anderen Ländern mit meinem Glauben an Gott zu tun?“. Insgesamt gab es auf dem diesjährigen Eine-Welt-Camp auf dem Jakobsberg ein buntes und vielseitiges Treiben, bei dem neben all den inhaltlichen Impulsen und Anstößen natürlich auch der inoffizielle Teil des gemeinsamen Feierns, Betens und Klönens der Eine-Welt-Begeisterten nicht zu kurz kam.





