Elena: Alles Andere als Alltag

Während ich sonst versucht habe, euch in meinen Rundbriefen an meinem Alltag teilhaben zu lassen, wird es dieses Mal ganz und gar nicht alltäglich. Im Grunde erlebe ich nämlich seit Mitte Dezember, seitdem die Cuna und die Schule geschlossen sind, wenig Alltag, sondern vielmehr außergewöhnliche Tage.

Diese besondere Zeit begann vor Weihnachten mit drei Weihnachtsfeiern. Die erste haben wir in der Schule gefeiert. Die Lehrer hatten eine kleine Einstimmung mit Liedern und Texten auf Weihnachten vorbereitet, bevor die eigentliche „Chocolatada“ begann, bei der jeder üblicherweise Kakao und Panetón bekommt. Panetón ist hier in Peru das typische Weihnachtsgebäck und ist wie ein Rührkuchen mit süßen Fruchtstückchen. Während der Feierlichkeiten haben die Schüler ihrer Mitschülerin Nina (18 Jahre) aus meiner vierten Klasse Geschenke überreicht, da sie im Februar ihr erstes Kind erwartet und wissen soll, dass ihre Mitschüler sie unterstützen, wenn sie Hilfe benötigt. Auch die Lehrer waren immer sehr bemüht um Ninas Wohl und so konnte Nina jetzt noch die Schule abschließen, bevor sie in wenigen Wochen Mutter wird. Somit war die Weihnachtsfeier doch auch ein bisschen bewegend für alle Teilnehmer ...

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