Papua-Neuguinea: Hannas 3. Rundbrief

Hallo alle zusammen,

endlich habe ich eine Möglichkeit gefunden vernünftig Rundbriefe zu schreiben, diese jeweils mittels Handy zu tippen war schon sehr umständlich.

Seit meinem letzten Schreiben sind schon fast wieder drei Wochen im Paradies vergangen.

Die letzten zwei Wochen habe ich auf der medizinisch-chirurgischen Station gearbeitet. Im Vergleich zur Gynäkologie doch ein Fachbereich, in dem ich mich ein bisschen mehr auskenne.

Alle Patienten, die schwerkrank sind und somit stationär aufgenommen werden müssen, liegen eigentlich auf dieser Station. Vor allem viele schwere Verläufe der Malaria tropica (an deren Folge hier auch immer noch viele Menschen sterben), Tuberkulose, Diabetes mellitus und viele chirugischen Fälle mit infizierten Buschmesserwunden....und oft sind die therapeutischen Möglichkeiten sehr begrenzt. Aber was wir hier für die Patienten tun können, wird auch gemacht.

Und wie ich auch schon in meinem letzten Brief erwähnte, arbeiten die Schwestern hier auf einem fachlich sehr hohem Niveau.

Nach einigen Tagen der Einarbeitung konnte ich bereits gut mitarbeiten. Jeweils zwei Schwestern betreuen ein bis zwei Patientensäale, in denen 8-10 Patienten liegen. Neben dem Bezugsbereich, den man dann den ganzen Tag betreut wird hier viel nach dem Prinizip der Funktionspflege gearbeitet (für die, die damit was anfangen können) und an einigen Tage habe ich manchmal bis zu fünf Stunden mit Verbandswechseln zugebracht. Auch mit dem Ausgeben der Medikamente verbringt man manchmal bis zu zwei Stunden. Die Aufgaben, die Pflege in Deutschland überwiegend macht, werden hier von den Angehörigen übernommen. Die Kochen das Essen selber, helfen den Kranken bei der Körperpflege und waschen Wäsche. Dementsprechend voll sind die Krankensäale auch immer. Da muss man dann aufpassen, dass man den Blutdruck auch wirklich bei dem Patienten misst und nicht bei dem Angehörigen, der sich gerade auf dem Bett ausruht ...

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