Peru: Maren berichtet vom Policlinico in Cerro Candela

Letzte Woche war ganz schön was los im Gesundheitszentrum. Es war die große Zahnarztkampagne, die jetzt seit mittlerweile sieben Jahren einmal jährlich in Zusammenarbeit mit den International health emissaries organisiert wird. So konnten wir eine Gruppe von ca. 15 ZahnärtzInnen und HelferInnen aus den USA im Policlinico begrüßen. Diese behandelten in den vier Tagen ganze 368 Patienten. Angesprochen wurden besonders ökonomisch schwache Personen. So wurden für den Grundpreis der Kampagne sowohl Reinigung und Profilaxis wie auch Füllungen, Wurzelbehandlungen oder Zahnentfernungen durchgeführt. Da die Basisversicherungen solche Eingriffe im Normalfall nicht übernehmen und diese recht teuer sind, waren die begrenzten Plätze, die es pro Tag gab, sehr begehrt. So bildete sich bereits vor dem Öffnen der Türen am frühen Morgen eine Schlange.

Neben der Behandlung von bereits angegriffenen Zähnen, ging es aber auch um die Vorbeugung. So ging es für alle Patienten zuerst zur Zähneputzstation, wo ihnen der richtige Gebrauch der Zahnbürste noch einmal erklärt, und dann auch noch einmal gezeigt wurde. Dann bekamen sie dort eine Zahnbürste, und die Zähne wurden dort noch einmal gründlich geputzt. Natürlich ist es bei so viele Patienten nicht so leicht die Übersicht und Ordnung zu behalten, daher waren alle "Promotoras" (Freiwillige die in der Gesundheitsprävention mitarbeiten) im Einsatz. Sie beantworteten Fragen, leiteten die Leute zu den richtigen Stellen und hielten Vorträge zu einer gesunden Zahnhygiene.

Da nicht alle der amerikanischen Besucher Spanisch sprachen, waren wir Freiwilligen, zusammen mit zwei Englischstudenten, als Übersetzter eingesetzt. Nach einer abgeschlossenen Behandlung durften sich die Patienten ein Geschenk aus dem kleinen "Shop" aussuchen, den die Ärzte mitgebracht hatten. Besonders beliebt waren hier die Schuhe, die sich dadurch auch immer schnell "ausverkauften". Nebenbei fand hier auch die Kinderbetreuung statt, solange die Eltern in Behandlung waren, oder wenn es darum ging die Kleinen ein wenig nach der Betäubung und vor der eigentlichen Behandlung abzulenken.

 

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