Gemeinschaftlich

so ist zunächst einmal das Zusammenleben von uns Schwestern. Wir bemühen uns um Internationalität, fördern und wagen die Akkulturation. Das heißt: Wir weichen Fremdheit nicht aus, sondern gehen respektvoll mit ihr um und begreifen sie als ein Angebot, unsere eigenen Möglichkeiten zu erweitern.

Jede Lebensgruppe unserer Ordensgemeinschaft hat ihr eigenes Profil. In meiner Lebensgruppe leben auch indische Schwestern anderer Ordensgemeinschaften, die ihre Ausbildung in Münster machen. Ebenso haben Frauen, die eine Zeitlang bei uns in Hiltrup mitleben wollen, die Gelegenheit dazu. Einige wollen in Form des Mitlebens sehen, wer wir sind, andere machen ein Praktikum im Altenheim oder in der Verwaltung. Täglich begegne ich auch vielen Mitschwestern aus den anderen Lebensgruppen unseres Hauses sowie den Auszubildenden in unserem Wohnheim. Mit ihnen allen fühle ich mich verbunden u nd vernetzt als Gemeinschaft. Gerade dies stärkt und belebt meinen Glauben und nährt meine Hoffnung, dass unsere Welt getragen und beschützt wird von einem liebenden, lebensbejahenden Schöpfer.

Gemeinschaftlich verbunden fühlen wir uns auch politischen und kirchlichen Gruppen und Organisationen, die sich für eine Welt einsetzen, in der Menschen nicht benutzt und ihrer Kultur nicht entfremdet werden. Wir fühlen uns mit allen verbunden, die das Recht auf Bildung, auf eine Gesundheitsfürsorge und eine unabhängige Staatenbildung anstreben, die Strukturen der Gerechtigkeit schaffen möchten, in denen Friedensarbeit und Versöhnung gefördert werden. Und die damit aufleuchten lassen, was die Bitte des „Vater unser“ formuliert: Dein Reich komme.

Sr. Ursula-Maria, msc