In Hiltrup

Der Ort, an dem die Geschichte der Ordensgemeinschaft beginnt, liegt im katholischen Münsterland. Um die Wende zum 20. Jahrhundert zählt die Gemeinde Hiltrup rund 1.000 Einwohner. Heute ist Hiltrup der größte Stadtteil Münsters und erreicht mit rund 25.000 Menschen die Ausmaße einer Kleinstadt.

In Hiltrup gründet Pater Hubert Linckens, Herz-Jesu-Missionar, die Gemeinschaft der Missionsschwestern vom Heiligsten Herzen Jesu. Am 25. März 1900 beginnen elf junge Frauen hier ihre Ausbildung. Bereits zwei Jahre später werden die ersten Schwestern in die Südsee ausgesandt.

Die Gemeinschaft wächst über Hiltrup hinaus und erfüllt ihren missionarischen Auftrag in vielen Ländern der Welt.

Die inzwischen Internationale Gemeinschaft hat eine Generalleitung und länderbezogen sogenannte Provinzleitungen. Die Generalleitung ist bis 1954 im Gründungsort Hiltrup ansässig, sie siedelt dann nach Rom über.

Die Leitung der deutschen Ordensprovinz hat ihren Sitz in Münster-Hiltrup, im sogenannten Provinzialat. In diesem Gebäude leben die Mitglieder der Provinzleitung zusammen mit Schwestern einer kleinen Kommunität, die ihre Arbeit unterstützen. Die Provinzleitung setzt sich zusammen aus der Provinzoberin und den Schwestern des Rates.

Die Mitglieder der derzeitigen Provinzleitung sind:

Provinzoberin: Sr. Irmgard Lahmann, msc
Ratsmitglieder:
   Sr. Annette Hemming, msc
   Sr. Doris Kemper, msc
   Sr. Lucie Schmahl, msc
   Sr. Margret Grauthoff, msc
   Sr. Martina Paul, msc
 
Provinzökonomin: Sr. Josefia Schulte, msc
Provinzsekretärin: Sr. Gonzaga Volkert, msc

Email: provinz@msc-hiltrup.de

 

Auf dem Gelände des Mutterhauses, an der heutigen Westfalenstraße, sind die Entwicklungen im Verlaufe der Jahre augenscheinlich. Die Anfänge des Herz-Jesu-Krankenhauses liegen in der Nachkriegszeit. Es entwickelt sich buchstäblich aus dem Mutterhaus heraus zu einem modernen Krankenhaus der Schwerpunktversorgung. Das Mutterhaus, das Krankenhaus und das neue Altenhilfezentrum Haus Franziska bilden zusammen einen großen Gebäudekomplex.

Gleich gegenüber liegt das 2010 eröffnete MSC-Welthaus, ein Ort zur Förderung des gemeinschaftlichen Lernenes an und in der Einen Welt. In diesem Zentrum der solidarischen Arbeit und des internationalen Dialogs wird ein vielseitiges Programm angeboten.

Das Mutterhaus in Hiltrup ist heute nicht nur der Lebensraum von Ordensschwestern, sondern ein Ort der Begegnung für Jung und Alt, für Gruppen aus dem Umfeld von Hiltrup sowie für unterschiedliche Veranstaltungen des Krankenhauses und des Altenhilfezentrums. Das Mutterhaus ist vor allem auch ein Ort des Gebetes.

Die Anbetungskapelle steht allen Betern offen. Seit mehr als 70 Jahren halten wenigstens zwei Schwestern im Wechsel den ganzen Tag über Eucharistische Anbetung. Sie tragen stellvertretend die vielen Nöte der Menschen vor Gott und erbitten seinen Schutz und seine Hilfe.

Für unsere Schwestern, die weltweit den missionarischen Auftrag erfüllen, verkörpert das Mutterhaus nicht nur den Ursprung unserer Gemeinschaft, sondern geistliche Heimat, Heimat insbesondere für alle Schwestern, die Deutschland um der Sendung willen verlassen haben und den Menschen anderer Kulturen dienen.