Altenheim St. Elisabeth - Stationäre Pflege

Die Ansprüche an das Wohnen in einer Altenpflegeeinrichtung haben sich in den letzten Jahren deutlich verändert. Die Bewohnerinnen und Bewohner wünschen sich, dass die täglichen Abläufe so ähnlich wie möglich dem Leben und Wohnen zu Hause sind. In der stationären Pflege des Altenheim St. Elisabeth wurde mit der Modernisierung der baulichen Substanz auch das inhaltliche Pflege- und Betreuungskonzept erneuert.

Unser Wohngruppenkonzept soll den Bewohnerinnen und Bewohnern eine wahrgenommene und erlebte Lebensqualität ermöglichen, die Ihren Bedürfnissen und Erwartungen entspricht.

Wichtiges Element in der Tagesgestaltung sind Bewegungen, die Begleitung und die Betreuung nicht nur für, sondern mit den Bewohnern. Durch gezielte Biographiearbeit lernen wir unsere Bewohner näher kennen, um in der Zusammenarbeit mit Angehörigen und Pflegekräften den Betreuungsplan möglichst nahe an den individuellen Bedürfnissen, den Problemlagen und der gewohnten Lebenswelt der Bewohner aufstellen zu können. Dabei werden alle Bewohner vor allem zu Aktivität angeregt. Welche Maßnahmen jeweils in Frage kommen, entscheiden Pflegepersonal, die behandelnden Ärzte und weitere Therapeuten (Krankengymnastik, Logopädie) unter Berücksichtigung der individuellen gesundheitlichen Situation des Bewohners. Folgende Bereiche werden u.a angeboten:

  • Selbsthilfetraining (Essen, Anziehen, Körperpflege)
  • Orientierungs- und Wahrnehmungstraining
  • Motorisch-funktionelle Behandlung (Kontrakturprophylaxe, Training der Grob-, Feinmotorik und der Koordination, Muskelkräftigung etc.)
  • Handwerk (bildnerisches und textiles Gestalten etc.)
  • Kognitives Training (Gedächtnistraining)

Insbesondere wenn die verbale Kontaktaufnahme nicht möglich ist, versuchen wir, Menschen in unserer Einrichtung über ihre Gefühlsebene zu erreichen. Von Mensch zu Mensch - Mit dem Gefühl für Geborgenheit. Dabei ist  Fundament unseres Handelns immer das christliche Menschenbild. Die Förderung und der Erhalt der Lebensqualität jedes Einzelnen stellt die Grundlage unserer Arbeit dar. Wir erleben den Menschen als eine Einheit von Körper, Geist und Seele. Als christliche Einrichtung verstehen wir unser Handeln in menschlicher Zuwendung, Rücksichtnahme und Stärkung der körperlichen und seelischen Kräfte. Wir wollen Verstehen und uns mit der inneren Welt der Bewohner vertraut machen. Die Bedeutung von Gefühlen und Emotionen, besonders das Bedürfnis der positiven Wertschätzung, leitet unser Handeln. Wir schaffen und fördern mit unserer Arbeit  ein Umfeld, welches Sicherheit, Geborgenheit und Orientierung vermittelt. Im Rahmen der individuellen Fähigkeiten besteht so die Möglichkeit zu einem selbstständigen und selbst bestimmten Leben; rund um die Uhr begleitet und unterstützt durch ausgebildete und geschulte Mitarbeiter.

All unser Handeln dienst der Hilfe zur Erhaltung und Erlangung höchstmöglicher Selbstbestimmung und Unabhängigkeit und dabei die persönlichen Bedürfnisse und Gewohnheiten des Menschen zu respektieren. Die Einrichtung erbringt bzw. hält dazu folgende Leistungen vor:

  • Leistungen der Pflege
  • Leistungen der medizinischen Behandlungspflege, freie Arzt- und Apothekenwahl
  • Leistungen der sozialen Betreuung
  • Leistungen der seelsorgerischen und religiösen Begleitung
  • Leistungen für Pflegebedürftige mit erheblichen allgemeinem Betreuungsbedarf
  • Leistungen der Unterkunft
  • Leistungen der Hauswirtschaft
  • Leistungen der Verwaltung
  • Zusatzleistungen
  • sonstige Leistungen

Die Einrichtung bietet erforderliche Hilfen zur Unterstützung der teilweisen oder vollständigen Übernahme der Aktivitäten im Ablauf des täglichen Lebens oder zur Beaufsichtigung oder Anleitung mit dem Ziel einer selbstständigen Lebensführung an. Die Hilfen sollen diejenigen Maßnahmen enthalten, die die Pflegebedürftigkeit mindern sowie Verschlimmerung der Pflegebedürftigkeit und der Entstehung von Sekundärerkrankungen vorbeugen sollen.

Folgende Versorgungen / Leistungen werden durch die Einrichtung nicht angeboten:

  • Unterbringung in einem geschlossenen Bereich,
  • Aufnahme von Beatmungspatienten,
  • Erbringung von medizinischer Behandlungspflege bei einem besonders hohem Bedarf, der gem. § 37 SGB V zu einer gesonderten Verordnung von medizini-scher Behandlungspflege berechtigt,
  • Pflege und Betreuung für Personen mit schweren Verhaltensauffälligkeiten, die zu einer erheblichen Gefährdung für sich selbst oder andere Personen führen, die mit den Mitteln der Einrichtung nicht abgewendet werden kann.

Die 8 Wohngruppen der Langzeitpflege sind für jeweils 12 bis 13 Bewohner ausgelegt. Die Gesamtwohnfläche beträgt inklusive aller Nebenflächen pro Gruppe von 530 m² bis 600 m². Insgesamt stehen auf jeder Wohnetage 30 Räume zur Verfügung. Allein der Tagesraum der einzelnen Wohngruppe hat eine Fläche von über 100 m².

Altenheim St. Elisabeth - Wohngruppenplan

Um diesen zentral gelegenen großen Wohn-/ Essbereich mit integrierter Küche sind die Einzelzimmer der Bewohner angeordnet. Diese verfügen über ein Badezimmer (mind. 5m²) mit ebenerdiger Dusche. Der Wohn- und Schlafraum (zwischen 19 und 26 m²) ist standardmäßig ausgestattet mit modernem Seniorenbett und Nachtschrank. Die Beleuchtung ist speziell auf die Bedürfnisse von Senioren ausgerichtet. Neben Anschluss für die Lichtrufanlage im Zimmer und Bad, verfügt das Zimmer über Telefon-, Radio- und SAT-TV-Anschluss über die hauseigenen Anlagen. Alle Räumlichkeiten sind barrierefrei gemäß DIN 18040 Teil 1 und 2.

Die Wohngruppen zeichnen sich durch eine bewohnernahe dezentrale Versorgung aus. Die traditionelle Aufgabenteilung zwischen Pflege und Hauswirtschaft bleibt dabei nicht bestehen, sondern alle an der Versorgung Beteiligten arbeiten in einem Team zusammen. Aufgrund der dezentralen hauswirtschaftlichen Versorgung sind dazu bauliche Voraussetzungen wie Gemeinschaftsraum und Küche in jeder Wohngruppe vorhanden. Die Pflege ist im System der Bezugspflege organisiert. Im Vordergrund steht die Aufrechterhaltung normaler Lebens- und Wohnqualität, auch bei Pflegebedürftigkeit.

Wenn Sie zu uns kommen...

Es gibt viele Gründe, den Weg in eine Einrichtung der vollstationären Pflege zu beschreiten. Diese Gründe sind häufig begleitet von / mit einer Reihe von Fragen, Gefühlen, Sorgen und dem Wunsch nach Sicherheit. Mit dieser Information möchten wir Ihnen erste Antworten geben.

Sie brauchen dringend einen Heimplatz oder wollen für die Zukunft einen Platz reservieren? Kein Problem! Wir werden uns um Ihr Anliegen kümmern.

Akuter oder dringender Bedarf dann setzen sie sich bitte mit unserer Heim- oder Pflegedienstleitung in Verbindung. Wir stehen Ihnen mit Rat und Tat zur Seite und werden alle Hebel in Bewegung setzen, um eine Lösung für Sie zu finden. Grundsätzlich sind wir auch gerne bereit, Sie zu Hause, in den umliegenden Krankenhäusern oder in der Reha-Klinik zu einem Beratungsgespräch zu besuchen.

Vorsorgliche Anmeldung
Wenn Sie für den Fall der Pflegebedürftigkeit vorsorgen wollen und sich für das Elisabethheim entschieden haben, kann eine vorsorgliche Anmeldung vornehmen. Sollte sich dann allmählich oder plötzlich abzeichnen, dass eine Aufnahme in unserem Hause ansteht, bedarf es lediglich einer kurzen Nachricht, die telefonisch, schriftlich oder per E-Mail erfolgen kann. Anschließend bieten wir Ihnen den nächsten zur Verfügung stehenden Heimplatz an.

Besichtigung, Information und Informationsmaterial
Benötigen sie weiterreichende Informationen oder einen Besichtigungstermin, weil sie demnächst in ein Pflegeheim übersiedeln wollen, wenden Sie sich bitte an uns. Gerne vereinbaren wir einen Besichtigungstermin mit Ihnen oder senden Informationsmaterial zu.

Eine Aufnahme in die stationäre Pflege ist nur mit einer Heimbedürftigkeitsbestätigung möglich. Vor der Aufnahme ist somit eine Heimbedürftigkeitsbestätigung beim MDK der zuständigen Pflegekasse zu beantragen. Bei der Pflegekasse selbst ist ebenfalls vor Aufnahme ein Antrag auf Leistungen für die stationäre Pflege zu stellen. Insofern eine Aufnahme aus einer stationären Therapie (z.B. in einem Krankenhaus) erfolgen soll, muss ein Antrag bei der zuständigen Krankenkasse auf Begutachtung durch den Medizinischen Dienst für Leistungen aus der Pflegeversicherung gestellt werden. Die Einstufung erfolgt dann innerhalb von drei Tagen und kann entweder vom Betroffenen selbst, einem Bevollmächtigten oder dem Sozialen Dienst der Einrichtung gestellt werden. Bitte bringen Sie eine Kopie des Einstufungsbescheides mit der Bestätigung der Heimbedürftigkeit aus dem Krankenhaus zum Aufnahmegespräch mit.

Welche Kosten (Kostenübersicht) kommen im auf Sie zu? Das hängt unter anderem von Ihrer Pflegestufe ab. Diese wird durch den Medizinischen Dienst der Krankenkassen (MDK) festgestellt. Ein Teil der Kosten wird von Ihrer Pflegekasse übernommen. Wir beraten Sie gerne in einem persölichen Gespräch.