Stationäre Pflege

Wichtiges Element in der Tagesgestaltung sind Bewegungen, die Begleitung und die Betreuung nicht nur für, sondern mit den Bewohnern. Durch gezielte Biographiearbeit lernen wir unsere Bewohner näher kennen, um in der Zusammenarbeit mit Angehörigen und Pflegekräften den Betreuungsplan möglichst nahe an den individuellen Bedürfnissen, den Problemlagen und der gewohnten Lebenswelt der Bewohner aufstellen zu können. Dabei werden alle Bewohner vor allem zu Aktivität angeregt. Welche Maßnahmen jeweils in Frage kommen, entscheiden Pflegepersonal, die behandelnden Ärzte und weitere Therapeuten (Krankengymnastik, Logopädie) unter Berücksichtigung der individuellen gesundheitlichen Situation des Bewohners. Folgende Bereiche werden u.a angeboten:

  • Selbsthilfetraining (Essen, Anziehen, Körperpflege)
  • Orientierungs- und Wahrnehmungstraining
  • Motorisch-funktionelle Behandlung (Kontrakturprophylaxe, Training der Grob-, Feinmotorik und der Koordination, Muskelkräftigung etc.)
  • Handwerk (bildnerisches und textiles Gestalten etc.)
  • Kognitives Training (Gedächtnistraining)

Insbesondere wenn die verbale Kontaktaufnahme nicht möglich ist, versuchen wir, Menschen in unserer Einrichtung über ihre Gefühlsebene zu erreichen. Von Mensch zu Mensch - Mit dem Gefühl für Geborgenheit. Dabei ist  Fundament unseres Handelns immer das christliche Menschenbild. Die Förderung und der Erhalt der Lebensqualität jedes Einzelnen stellt die Grundlage unserer Arbeit dar. Wir erleben den Menschen als eine Einheit von Körper, Geist und Seele. Als christliche Einrichtung verstehen wir unser Handeln in menschlicher Zuwendung, Rücksichtnahme und Stärkung der körperlichen und seelischen Kräfte. Wir wollen Verstehen und uns mit der inneren Welt der Bewohner vertraut machen. Die Bedeutung von Gefühlen und Emotionen, besonders das Bedürfnis der positiven Wertschätzung, leitet unser Handeln. Wir schaffen und fördern mit unserer Arbeit  ein Umfeld, welches Sicherheit, Geborgenheit und Orientierung vermittelt. Im Rahmen der individuellen Fähigkeiten besteht so die Möglichkeit zu einem selbstständigen und selbst bestimmten Leben; rund um die Uhr begleitet und unterstützt durch ausgebildete und geschulte Mitarbeiter.

All unser Handeln dienst der Hilfe zur Erhaltung und Erlangung höchstmöglicher Selbstbestimmung und Unabhängigkeit und dabei die persönlichen Bedürfnisse und Gewohnheiten des Menschen zu respektieren. Die Einrichtung erbringt bzw. hält dazu folgende Leistungen vor:

  • Leistungen der Pflege
  • Leistungen der medizinischen Behandlungspflege, freie Arzt- und Apothekenwahl
  • Leistungen der sozialen Betreuung
  • Leistungen der seelsorgerischen und religiösen Begleitung
  • Leistungen für Pflegebedürftige mit erheblichen allgemeinem Betreuungsbedarf
  • Leistungen der Unterkunft
  • Leistungen der Hauswirtschaft
  • Leistungen der Verwaltung
  • Zusatzleistungen
  • sonstige Leistungen

Die Einrichtung bietet erforderliche Hilfen zur Unterstützung der teilweisen oder vollständigen Übernahme der Aktivitäten im Ablauf des täglichen Lebens oder zur Beaufsichtigung oder Anleitung mit dem Ziel einer selbstständigen Lebensführung an. Die Hilfen sollen diejenigen Maßnahmen enthalten, die die Pflegebedürftigkeit mindern sowie Verschlimmerung der Pflegebedürftigkeit und der Entstehung von Sekundärerkrankungen vorbeugen sollen.

Folgende Versorgungen / Leistungen werden durch die Einrichtung nicht angeboten:

  • Unterbringung in einem geschlossenen Bereich,
  • Aufnahme von Beatmungspatienten,
  • Erbringung von medizinischer Behandlungspflege bei einem besonders hohem Bedarf, der gem. § 37 SGB V zu einer gesonderten Verordnung von medizini-scher Behandlungspflege berechtigt,
  • Pflege und Betreuung für Personen mit schweren Verhaltensauffälligkeiten, die zu einer erheblichen Gefährdung für sich selbst oder andere Personen führen, die mit den Mitteln der Einrichtung nicht abgewendet werden kann.

Ausstattung

Das Elisabethheim erstreckt sich über vier Etagen und verfügt über 60 Einzelzimmer aufgeteilt in 3 Wohn-Pflegebereichen. Aus architektonischer Sicht sind die Wohn-Pflegebereiche fast identisch. Auf jeder Etage finden sich zielgruppengerechte Bewegungs- und Aufenthaltsmöglichkeiten. Die Form der Zimmer variiert je nach Gebäudelage. Alle Eingänge des Hauses sind ebenerdig und ermöglichen einen barrierefreien Eintritt. Einige Wohneinheiten teilen zu zweit ein Bewohnerbad. Zur Standardausstattung gehören Pflegebett, Nachtschrank, Einbauschrank, Lichtrufanlage, Telefon-, Radio- und TV-Anschluss mit Übertragungsmöglichkeit zur Mutterhauskapelle (Hauskanal).

Jeder Wohnbereich verfügt über einen zentralen Pflegestützpunkt, Funktionsräume, ein zusätzliches Bewohnerbad mit Wannenlifter, eine Wohnbereichsküche sowie Speisesäle und Tagesräume. Alle Gebäudeteile sind behindertengerecht eingerichtet und entsprechen den entsprechenden baulichen Verordnungen.

Die Aufenthaltsräume stehen jederzeit - auch nachts - den Bewohnern zur Verfügung. So haben Bewohner mit starkem Bewegungsdrang die Möglichkeit, diesen in der Einrichtung nachzugehen. 

Die Einrichtung verfügt über zwei Ausgänge zu einer großflächigen Grünanlage mit einem seniorengerechten und rollstuhlbefahrbaren Wegesystem. Die Einfassung des Gesamtgeländes bietet eine Orientierungshilfe und zusätzliche Sicherheit für Bewohner mit Orientierungseinschränkungen.

Im Eingang der Einrichtung befindet sich der Empfang, der von 7:00 bis 19:00 Uhr siebentägig besetzt ist. Außerhalb dieser Zeiten ist die Hausschelle mit der Lichtrufanlage der Wohnbereiche verbunden.

Für größere Feste und Feiern steht der Festsaal des Mutterhauses zur Verfügung. In der warmen Jahreszeit läd ein angrenzender großer Park zum verweilen ein.

Wenn Sie zu uns kommen...

Es gibt viele Gründe, den Weg in eine Einrichtung der vollstationären Pflege zu beschreiten. Diese Gründe sind häufig begleitet von / mit einer Reihe von Fragen, Gefühlen, Sorgen und dem Wunsch nach Sicherheit. Mit dieser Information möchten wir Ihnen erste Antworten geben.

Sie brauchen dringend einen Heimplatz oder wollen für die Zukunft einen Platz reservieren? Kein Problem! Wir werden uns um Ihr Anliegen kümmern.

Akuter oder dringender Bedarf dann setzen sie sich bitte mit unserer Heim- oder Pflegedienstleitung in Verbindung. Wir stehen Ihnen mit Rat und Tat zur Seite und werden alle Hebel in Bewegung setzen, um eine Lösung für Sie zu finden. Grundsätzlich sind wir auch gerne bereit, Sie zu Hause, in den umliegenden Krankenhäusern oder in der Reha-Klinik zu einem Beratungsgespräch zu besuchen.

Vorsorgliche Anmeldung
Wenn Sie für den Fall der Pflegebedürftigkeit vorsorgen wollen und sich für das Elisabethheim entschieden haben, kann eine vorsorgliche Anmeldung vornehmen. Sollte sich dann allmählich oder plötzlich abzeichnen, dass eine Aufnahme in unserem Hause ansteht, bedarf es lediglich einer kurzen Nachricht, die telefonisch, schriftlich oder per E-Mail erfolgen kann. Anschließend bieten wir Ihnen den nächsten zur Verfügung stehenden Heimplatz an.

Besichtigung, Information und Informationsmaterial
Benötigen sie weiterreichende Informationen oder einen Besichtigungstermin, weil sie demnächst in ein Pflegeheim übersiedeln wollen, wenden Sie sich bitte an uns. Gerne vereinbaren wir einen Besichtigungstermin mit Ihnen oder senden Informationsmaterial zu.

Eine Aufnahme in die stationäre Pflege ist nur mit einer Heimbedürftigkeitsbestätigung möglich. Vor der Aufnahme ist somit eine Heimbedürftigkeitsbestätigung beim MDK der zuständigen Pflegekasse zu beantragen. Bei der Pflegekasse selbst ist ebenfalls vor Aufnahme ein Antrag auf Leistungen für die stationäre Pflege zu stellen. Insofern eine Aufnahme aus einer stationären Therapie (z.B. in einem Krankenhaus) erfolgen soll, muss ein Antrag bei der zuständigen Krankenkasse auf Begutachtung durch den Medizinischen Dienst für Leistungen aus der Pflegeversicherung gestellt werden. Die Einstufung erfolgt dann innerhalb von drei Tagen und kann entweder vom Betroffenen selbst, einem Bevollmächtigten oder dem Sozialen Dienst der Einrichtung gestellt werden. Bitte bringen Sie eine Kopie des Einstufungsbescheides mit der Bestätigung der Heimbedürftigkeit aus dem Krankenhaus zum Aufnahmegespräch mit.

Welche Kosten (Kostenübersicht) kommen im auf Sie zu? Das hängt unter anderem von Ihrer Pflegestufe ab. Diese wird durch den Medizinischen Dienst der Krankenkassen (MDK) festgestellt. Ein Teil der Kosten wird von Ihrer Pflegekasse übernommen. Wir beraten Sie gerne in einem persölichen Gespräch.