Papua Neuguinea - Lannuzel

Neustart von MSC Schwestern in Lannuzel -Baining nach 111 Jahren

Sr. Dorothy Patiu MSC schreibt über unser neues, geschichtsträchtiges Projekt in Lannuzel in den Baininger Bergen in Papua Neuguinea:

Entdecker, Händler und Missionare waren sehr abenteuerlich im Laufe der Geschichte. Sie suchten bestimmte Persönlichkeiten aus, die sich zu weit entfernten Ländern auf den Weg machten und sich dort mit anderen Kulturen vermischten. Sie waren der Aufgabe gewachsen im Eingehen von Risiken, sie markierten die Wege aus dem gleichen Grund, doch offensichtlich hatten Entdecker, Händler und Missionare oft unterschiedliche Motivationen und Überzeugungen. Missionare und Missionsschwestern vom Heiligsten Herzen Jesu waren Männer und Frauen inspiriert vom Auftrag Gottes zu den Enden der Erde zu gehen und den Menschen die Gute Nachricht zu bringen, sie zu taufen im Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes. Sie wurden mit dieser Mission betraut, in neue Länder aufzubrechen und den indigenen Völkern und ihren Kulturen die alternative Botschaft der universellen Erlösung in Jesus Christus zu verkünden und gesandt den Auftrag auf der Grundlage der Liebe zu Gott und dem Nächsten auszuführen.

Diese besondere Ausrichtung trieb die MSC Missionare und Missionsschwestern an, ihren Blick auf den weiten Pazifik zu richten und die Menschen im Herzen zu tragen. Im Jahr 1902 kamen unsere ersten sieben Schwestern in East New Britain in Papua Neuguinea am ersten November an. Im Laufe der Jahre kamen viele Missionare und Missionsschwestern, und viele neue sogenannte Missionsstationen wurden im Gebiet von Rabaul eröffnet, eine davon war St. Pauls Baining. Vier Schwestern wurden dorthin geschickt, um die Ureinwohner der Baininger zu evangelisieren. Im Jahr 1904 ereignete sich der Mord dort und seitdem sind keine Schwestern bis heute wieder an diesen Ort zurückgekehrt. 111 Jahre ist die Tötung der Schwestern her und nie wieder kamen die MSC Schwestern zurück, um die Mission in diesem entferntesten Teil von East New Britain wieder neu aufzunehmen.

Die Zeit hat sich geändert, aber das Leben der Menschen hat noch immer keine großen Fortschritte gemacht, besonders im Bereich der Bildung und Gesundheit. Es gibt einen Mangel an Gesundheitsdienstleistungen, um die Bedürfnisse der Menschen, insbesondere von Frauen und Kindern zu treffen. Nur wenig ist den Menschen hier gegeben worden. Sie sehnen sich danach, dass die Gesundheitsdienste angeglichen werden, und sie beginnen die Ausbildung zu verbessern. In der Zeit als der nun emeritierte Erzbischof Karl Hesse MSC hier tätig war, startete er ein Ausbildungshaus für die jungen Diözesan Seminaristen in St. Pauls Baining. Jedoch konnte es sich nicht lange halten und der Platz war danach verwüstet, die Gebäude und andere Einrichtungen verlassen. Im Jahre 2013 bat der neue Erzbischof von Rabaul Francesco Panfilo die MSC Schwestern ein neues Projekt zu starten und erteilte den Auftrag, mit und unter den Menschen neu zu beginnen und zu arbeiten. Bereitwillig nahmen wir MSC Schwestern von Papua Neuguinea im Januar 2014 die Einladung an und bildeten eine neue MSC Kommunität in St. Pauls Baining. Unser Ziel ist ein Gesundheitszentrum in Lannuzel aufzubauen, um den Müttern, den Kindern und der Gemeinde als Ganzes zu helfen. Es gibt viele gesundheitliche Probleme, da es keine medizinische Versorgung in der Nähe gibt, die den Menschen hilft.

Wenn zum Beispiel eine Mutter bei der Arbeit plötzlich erkrankt, braucht es bis zu zwei Stunden Fußweg, um sie auf der Bahre zu einem Gesundheitszentrum zu bringen. Die Straßen sind nicht für den Autoverkehr ausgebaut, man kann nur über Buschwege zum Gesundheitszentrum kommen. Wenn es keine Hilfe gibt, bringen die Frauen in den Dörfern ihre Kinder zur Welt. Die Säuglingssterblichkeit ist dementsprechend hoch. Die MSC Schwestern wollen den Frauen helfen in Hygiene, ihnen ermöglichen das Nähen zu erlernen, sowie die gesundheitliche Ernährung fördern und Alphabetisierungskurse anbieten.

Das Projekt hat damit begonnen, die ehemaligen Diözesangebäude, die von Termiten zerfressen sind und deren Mauern gebrochen sind, zu renovieren. Die Schwestern haben mit Hilfe der Menschen dort begonnen, die Häuser zu reinigen und die Wasserleitungen zu fixieren. Sie geben nun in den alten Gebäuden Kurse im Kochen für die Mütter und jungen Frauen im Dorf. Des Weiteren streben sie für 2016 an mit der Alphabetisierung zu starten. „Unser Ziel ist, mit den Kindern im Alter von 7-10 Jahren zu arbeiten, die nicht in der Lage sind zur Grundschule zu gehen. Viele Kinder dort benötigen Hilfe und schulische Bildung. Unsere Präsenz gibt den Menschen

Hoffnung für ihre Zukunft, das sagen sie immer wieder. Ja, wir haben mit der Reinigung der Anlage und dem Schneiden von Bäumen rund um den Ort begonnen, um eine Lernumgebung für die Baininger Frauen und Kinder zu schaffen, so Sr. Suzan, die dort jetzt lebt. „Dies wird uns helfen, die „Mission" unserer ehemaligen Schwestern Anna und Juliana fortzusetzen, die sie am 14. April 1903 gepflanzt haben, also vor 111 Jahren, als die erste MSC-Kommunität in St. Pauls Baining errichtet wurde und wofür alle 5 Schwestern damals ihr Leben eingesetzt haben.

Wir bitten um Euer Gebet und Eure Unterstützung, während wir uns hier bemühen, unserer Arbeit nachzukommen, “ so Sr. Margaret Dardar und Sr. Susan Gevia.

Gemeinsam mit Ihrer finanziellen Unterstützung können wir was bewirken. Vielen Dank! -Einzahlungen bitte auf das Konto der Stiftung der Missionsschwestern: IBAN: DE98 4006 0265 0030 7774 00 BIC: GENODEM1DKM, Verwendungszweck: Projekt in Lannuzel -PNG