Schwester Ulrike

Uns gegenseitig im Dialog öffnen

„In dem Maße, wie wir uns gegenseitig im Dialog öffnen, öffnen wir uns für Gott“. Das hat Papst Johannes Paul II. gesagt.

Diese Erfahrung mache ich immer wieder bei meiner Arbeit, die vom Austausch mit Menschen anderer Glaubensgemeinschaften und Kulturkreise geprägt ist. Ich arbeite in einem Stadtteil, dessen Bevölkerung überwiegend muslimischen Glaubens ist. Meine Aufgabe sehe ich darin, Brücken der Verständigung zwischen den verschiedenen Lebenswirklichkeiten und Religionen zu bauen.

Dabei begegne ich vielen Menschen: den überwiegend türkischen Kindern und Jugendlichen im Jugendheim; den Eltern bei meinen Besuchen in den Familien; Vertretern der christlichen Kirchen, den Hodscha und den Vorstand unserer benachbarten Moschee bei unseren sog. "Moscheegesprächen".

Dieser Dialog mit Menschen aus einem anderen Kulturkreis und mit einem anderen Glauben ist für mich eine Bereicherung. Wenn ich zum Beispiel sehe, mit welchem Ernst muslimische Frauen für ihre Anliegen beten und wie sie ihr Glaube in ihrem Alltag wieder aufrichtet, dann fühle auch ich mich in meinem Glauben bestärkt.

Sr. Ulrike, msc, Sozialpastoral in Duisburg-Bruckhausen