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Sr. Brigitta

Sr. Brigitta


Wenn Gott etwas erreichen will, sind Hindernisse für ihn Wege zum Ziel.

(Julius Chevalier)


Mein Vater sagte kurz vor seinem Tod: „Hätte ich eher erkannt, dass es Gott wirklich gibt, hätte ich mein Leben anders gelebt.“ Das hat mich als junge Frau sehr bewegt. Ich stamme aus Korea und bin dort auch zum ersten Mal den Hiltruper Missionsschwestern begegnet. Ihre Herzlichkeit und Unkompliziertheit hat mich sofort angesprochen. Der einfache und engagierte Lebensstil der Schwestern hat mir so gut gefallen, dass ich im Jahr 1984 als Kandidatin in Korea eingetreten bin. Im Rahmen meiner Ordensausbildung wurde ich nach Deutschland gesendet und konnte das Leben an unserem Gründungsort im Mutterhaus kennenlernen.
Für meine Ewigen Gelübde kehrte ich dann zurück nach Korea und war dort viele Jahre als Provinzökonomin tätig. Ende der 90er Jahre wurde ich schwer krank. Niemand wusste, ob ich überleben würde. Diese Erfahrung lehrte mich, loszulassen. Ich hatte das Gefühl, bereit zu sein, zu sterben. Und als ich diese Ruhe fand, ging es mir besser. Für mich ist das ein kleines Wunder. Ich bin zwar nicht gesund geworden, aber inzwischen kann ich mit Medikamenten gut leben. Nun lebe und arbeite ich wieder seit über 20 Jahren in Deutschland und bin dankbar für meine Erfahrung.
Meine schwere Krankheit hat mich gelehrt, alles los zu lassen und mich zu öffnen, für alles, was das Leben noch für mich bereit halten mag. Ich weiß nun, wenn Gott etwas erreichen will, sind Hindernisse für ihn Wege zum Ziel.

Sr. Brigitta Ahn, msc